Wie möchte man nachweisen, ob ein Mensch vor über 80 Jahren vorsätzlich ermordet wurde oder doch aufgrund misslicher Umstände den Tod fand? Für die Heilanstalten zur Zeit des Nationalsozialismus ist diese Frage nicht allgemeingültig zu beantworten. In den Jahren 1940 bis 1941 wurden im Rahmen der „Aktion T4“ systematisch über 70.000 Patientinnen und Patienten durch Gas getötet. Und auch danach wurden Morde durch Anstaltsleitungen billigend in Kauf genommen. Aber wie sah es in der Provinzial-Heilanstalt Warstein aus? Übersteigen die Sterbefälle hier ein Maß, dass ebenfalls systematische Tötungen anzunehmen sind?
„„Dezentrale Euthanasie“ in Warstein? Die Sterbefälle der Provinzial-Heilanstalt Warstein zwischen 1926 und 1945“ weiterlesenAutor: Tjark-Ole Keske
Tjark-Ole Keske (M.A.) studierte Geschichte und Geographie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Seine Masterarbeit schrieb er zu Fürstenverantwortung im frühen 12. Jahrhundert. Seit 2022 ist er Leiter des Stadtarchivs Schmallenberg und seit 2025 absolviert er die Fernweiterbildung im Master für Archivwissenschaft an der FH Potsdam.
