Wie schreiben wir die Geschichte einer Frau, deren Leben nur deshalb dokumentiert ist, weil eine Maschinerie in Gang gesetzt wurde, um es systematisch und gezielt zu vernichten? Dieser Werkstattbericht wagt den Versuch einer Rekonstruktion des Hexenprozesses der Caspare Beyhoff aus Lüdinghausen und folgt dabei den Spuren, die die Akten aus dem Fürstbistum Münster selbst hinterlassen haben. Zugleich versteht sich der Beitrag als methodische Warnung. Denn wer sich mit den frühneuzeitlichen Hexenprozessakten beschäftigt, betritt ein vermintes Gelände der Quelleninterpretation, in dem das Geschriebene oft dem Gegenteil des Wahren entspricht.
„„Seid ihr dull und unsinnig?“ – Justiz, Magie und Eigensinn im Hexenprozess der Caspare Beyhoff (1628)“ weiterlesen